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Das Jahr 1990

20. Juni 1990
Die Geschichte des Nordostbahnhofs


Am 1. Mai 1908 war die feierliche Eröffnung der Lokalbahnstrecke Nürnberg Nordost - Eschenau. Nach Gräfenberg selbst führte bereits seit 1886 eine Eisenbahnstrecke von Erlangen über Eschenau, die als "Seekuh" bekannte Sekundärbahn. Doch die Gemeinden drängten aus wirtschaftlichen Gründen nach direkten einem Bahnanschluß nach Nürnberg.

Der Nürnberger Norden hatte sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts immer mehr zu einer industriellen Region entwickelt, so daß auch hier der Anschluß an das Eisenbahnnetz dringend notwendig war. So wurde nach und nach ab 1899 der Güternordring eröffnet, der zunächst von Nürnberg Ost über Nordost nach Nürnberg Nord führte. Dieser Güterbahnhof wurde als Kopfbahnhof ausgeführt.

Schließlich ging die Güterbahn im Westen bis nach Fürth und wurde auch an den Südring angschlossen. Im Osten ging es auf einer zweiten Trasse bis nach Lauf/r. P. Als dann die Lokalbahn nach Gräfenberg in Betrieb genommen wurde, war Nürnberg Nordost Endbahnhof für die Personenzüge.

Züge nach Nürnberg Hbf waren nicht vorgesehen, sie hätten die ganze Stadt umrunden müssen und das wäre zum umständlich und betriebsaufwendig geworden. Dafür wurde unmittelbar nach der Streckeneröffnung eine neue Straßenbahnlinie geschaffen, die Nordost mit der Innenstadt und dem Hauptbahnhof verband.

Nur gelegentlich gab es sonntags vereinzelt durchgehende Züge zum Hauptbahnhof. Ansonsten stellte die Strecke zu jeder Zeit einen Inselbetrieb im Personenverkehr dar, abgeschnitten vom übrigen Bahnnetz – wie man auch mit einem Blick auf eine Kursbuchkarte feststellen kann.

Die bislang von Erlangen nach Gräfenberg führende Strecke verlor an Bedeutung und die Züge ab Erlangen endeten in Eschenau, bis sie schrittweise zwischen 1961 und 63 stillgelegt wurde. Zunächst wurden standardmäßig Tenderloks der Gattung D XI eingesetzt, aber auch D VI und GtL 4/4.

In den 30er Jahren kamen dann die Einheitsloks der Baureihe 86 und Triebwagen VT 70 auf die Strecke. Ab 1965 wurde die Strecke komplett verdieselt, mit der V 100.10. Kurzzeitig kamen auch VT 24 zum Einsatz, bis Anfang der 80er Jahre auch 614. Danach übernahm die Baureihe 211 die Alleinherrschaft auf der Strecke.

Heute fahren Triebwagen der Reihe 642.