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Das Jahr 2011

29. November 2011
Der Abriss läuft - Nordostbahnhof: Platz für neue wbg-Häuser


Nürnberg - Abbruch statt Sanierung: Weil eine Instandsetzung unwirtschaftlich gewesen wäre, reißt die städtische Wohnungsbaugesellschaft (wbg) am Nordostbahnhof derzeit mehrere Gebäude ab.

In einem ersten Schritt nehmen sich die Bagger die Anwesen Plauener Straße 1-13 vor. Es folgen Anfang Januar die Häuser Plauener Straße 2-18 und im Februar die Anwesen Zwickauer Straße 2-16 sowie Leipziger Straße 48-52. Im vergangenen Oktober wurden die maroden Gebäude für den Abbruch vorbereitet und entkernt.

Die ersten Mieter in der Plauener Straße siedelten bereits im Jahr 2007 um. Die letzten Bewohner zogen aus den abbruchreifen Anwesen in der Zwickauer Straße erst Mitte August aus. Zwischenzeitlich haben die Feuerwehr sowie Spezialeinheiten der Polizei die leerstehenden Räume für Übungen genutzt.

„Erstmals in der Geschichte des Unternehmens brechen wir großflächig Wohnbestand ab“, erklärt Herbert Kümmerl von der wbg. Durch den Abriss der „nicht mehr sanierungsfähigen“ Häuser werde eine Weiterentwicklung der Anlage am Nordostbahnhof mit modernen Wohnungen möglich. Doch warum sind die Bauwerke nicht mehr erneuerbar? Die wbg begründet diesen Schritt mit den zahlreichen Bombentreffern im Zweiten Weltkrieg und dem raschen Wiederaufbau der Siedlung, die in den 20er und 30er Jahren errichtet wurde. Nach 1945 wurde laut wbg versäumt, die Fundamente entsprechend zu stärken.

Die Häuser Plauener Straße 2-18 werden durch normale Mietwohnungen mit einer „einkommensorientierten Förderung“ ersetzt. Für das restliche Areal hat sich die wbg an der bayernweiten Ausschreibung der obersten Baubehörde des Staates mit dem Titel „IQ — Innerstädtische Quartiere“ beteiligt. Hier entstehen Wohnungen für Senioren, Familien und Studenten.

„Mit dem Abbruch des Areals bekommen wir die Gelegenheit, mitten in der Anlage barrierefreie Wohnungen zu errichten“, so wbg-Geschäftsführer Frank Thyroff. Den städtebaulichen Wettbewerb hat das Architekturbüro Grabow und Hofmann gewonnen. bro/alt




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