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Das Jahr 2014

Artikel in Nürnberger Nachrichten vom Februar 2014
Das Konzept der neuen Ringbuslinie steht


Nürnberg - Stadt und VAG haben ein Konzept für eine Ringbuslinie für das ganze Stadtgebiet entwickelt. Es soll Ende 2015 mit der Verlängerung der Straßenbahnlinie 4 eingeführt werden und das Nahverkehrsangebot vor allem im Osten attraktiver machen.

Am 27. Februar wurde es im Verkehrsausschuss behandelt. Seit Jahren wird eine durchgehende Buslinie entlang des Mittleren Rings gewünscht. Doch der Umsteigeknoten in Thon stand einer solchen Verknüpfung bisher im Weg. Mit der Verlängerung der „4er“ bis Buch/Am Wegfeld gibt es die Chance für einen Neuansatz beim Busnetz — und das nicht nur im Nordwesten, wo über neue Angebote mit einer verlängerten Knoblauchsland-Linie und einem schnellen Flughafenbus bereits diskutiert wird.

Auch im Osten und vor allem in Erlenstegen gibt es Kritik am lückenhaften Busnetz, was zu Anträgen von CSU, Grünen und SPD geführt hat. Bei Gesprächen zwischen VAG, Verkehrsplanungsamt und den betroffenen Bürgervereinen kristallisierte sich ein wichtiger Punkt heraus: Neben punktuellen Verbesserungen steht das Schaffen einer attraktiven Ringbuslinie für das ganze Stadtgebiet im Mittelpunkt.

Mehrere Modelle wurden geprüft, um das System zu optimieren. Als Diskussionsgrundlage dient nun ein Konzept vom 21.Januar 2014, das den Hebel bei vier Buslinien ansetzt, zudem soll es mit Nordostbahnhof und Röthenbach zwei zentrale „Knoten“ geben. Folgende Veränderungen werden vorgeschlagen:

Die Linie 35, die von Röthenbach über Maximilianstraße nach Thon fährt, soll künftig wie bisher von Röthenbach bis zum Nordring verkehren, dann aber den Nordostbahnhof ansteuern.

Die Linie 65, die bisher von Röthenbach über Dokuzentrum und Zabo nach Mögeldorf unterwegs ist, soll über Ostring und Heinemannbrücke zum Nordostbahnhof fahren.

Die Linie 45, die von Mögeldorf über Nordostbahnhof und Nordring nach Thon fährt, soll komplett verändert werden — und künftig von Frankenstraße über Zabo, Mögeldorf sowie Thumenberger Weg und Dresdener Straße zum Nordostbahnhof verkehren.

Die Linie 46, die vom Heilig-Geist-Spital über Nordostbahnhof zum Martha-Maria-Krankenhaus fährt, bleibt fast unverändert — es soll nur zu bestimmten Tageszeiten einen erhöhten Bustakt vom Nordostbahnhof zum Martha-Maria-Krankenhaus geben.

Verkehrsplanungsamtschef Frank Jülich sieht wie die VAG mehrere „maßgebliche Vorteile“ im neuen Konzept: Auf dem gesamten Ring werde eine „durchgängige Bedienung“ hergestellt, wobei man einen 20-Minuten-Takt anpeilt.

Auf die Planer kommen aber noch einige Rechenarbeiten zu, weil eine gute Verknüpfung mit bestimmten Umsteige-Haltestellen als wichtig gilt. Zuverlässige, schnelle Ringbuslinien gelten jedenfalls als „hochwertiges Angebot“ (das Etikett heißt „Metrobus“), mit dem die VAG auch gezielt neue Kunden gewinnen will.

VAG-Planer John Borchers hat mit Vertretern der Bürgervereine das Konzept abgestimmt. Insbesondere die Wünsche des Bürgervereins Jobst-Erlenstegen sind darin konkret eingeflossen.

Für Frank Jülich ist klar, dass an etlichen Stellen Vorrangschaltungen integriert werden müssen, damit die Busse nicht gebremst werden. „Die Umsetzung wird noch schwierig“, sagt er mit Blick auf die nötigen Gelder für Beschleunigungsmaßnahmen. Angesichts der Kosten und der langen Prioritätenliste werde das Ringbuslinienkonzept noch für so manche Diskussion sorgen.

Quelle: »Das Konzept der neuen Ringbuslinie steht« unter nordbayern.de | zum Originalartikel


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