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Bauwerke & Architektur - anno 1896

Die »Künstliche Eisbahn Nürnberg« auf dem Maxfeld

Die »Künstliche Eisbahn Nürnberg« war eine der ersten Kunsteisbahnen Deutschlands. Errichtet wurde sie von der Gesellschaft Lindes Eismaschinen AG anlässlich der Bayerischen Landes-Industrie-, Gewerbe- und Kunstausstellung 1896 auf dem Maxfeld im nördlichen Bereich des späteren Nürnberger Stadtparks.


Die wetterunabhängige Hallen-Eisbahn verfügte über eine Nutzfläche von 612 Quadratmetern. Sie war nicht nur für die Dauer der Landesausstellung konzipiert, sondern sollte dauerhaft betrieben werden. Der Unterhalt erwies sich jedoch als technisch aufwendig und kostenintensiv.


Nach rund neun Jahren wurde die Anlage im Jahr 1905 aufgrund des geringen Zuspruchs der Eisläufer geschlossen. Die an der Äußeren Bayreuther Straße/Ecke Virchowstraße gelegene Halle diente bis 1910 als Stangeneislager des benachbarten Eiswerks Nürnberg


Unmittelbar hinter der Hallen-Eisbahn befand sich bis 1905 der Deumentenhof, ein altfränkischer Bauernhof. Nach dem Abriss beider Gebäude wurde das Gelände in den neu entstehenden Stadtpark Nürnberg integriert.


Ein späterer Nachfolger war das ebenfalls von der Firma Linde AG errichtete »Linde-Stadion«, das 1936 eröffnet wurde. Es lag rund 450 Meter nördlich an der Äußeren Bayreuther Straße im Stadtteil Schoppershof.

Galerie aus dem Jahre 2020 (3 Bilder)

Galerie aus dem Jahre 1896 (1 Bild)

Quelle: Aus der Chronik »125 Jahre Linde« der Linde AG - Auf der Bayerischen Landes-Industrie- und Gewerbeausstellung in Nürnberg wurde eine künstliche Eisbahn mit Linde-Kühlung gezeigt.

Lageplan der Bayerischen Landesausstellung 1896 in Nürnberg (1 Bild)

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Standort

Standort um 1860

Daten & Fakten

Name Künstliche Eisbahn Nürnberg
der Gesellschaft für
Lindes Eismaschinen AG
Art Kunsteisbahn, Halleneisbahn
Adresse Äußere Bayreuther Straße
Ecke Virchowstraße
90409 Nürnberg
Stadtteil Maxfeld
Nutzfläche 612 qm
Entstehung 1896 zur Bayerischen Landes-
Industrie-, Gewerbe-
und Kunstausstellung
Schließung 1905
Folgenutzung bis 1910 als Stangeneislager
des benachbarten Eiswerks
der Linde AG, danach Abriss

Bau-Infos

Architekten Chr. Hinderer und Emil
Edler von Mecenseffy Nürnberg
Ausführung Weber & Körner Nürnberg
Dampfkessel Schmidt & Co. Aschersleben
Eisgenerator Maschinenfabrik Augsburg
Kompressor Maschinenfabrik Augsburg
Bauleitung Gesellschaft für Lindes Eis-
maschinen, Filiale München

Quelle: Katalog der Bayerischen Landes-Industrie-, Gewerbe- und Kunst-Ausstellung 1896 in Nürnberg, Seite 293

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Stand: 12.02.2026